19. April 2011

Coaching mit den 5 A´s der Motivation
“Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.” (Paul Watzlawick)
Ich bin derzeit wieder im Selbstcoaching-Modus. Die Leser dieses Blogs wissen ja schon ungefähr, dass ich ein großer Freund des Selbstcoaching bin und das jedes Coaching letzten Endes dahin führen sollte, sich mit mehr Liebe, Achtsamkeit und Geschick selbst zu coachen.
Beim Coaching ist es so ähnlich wie bei der Currywurst. Sicherlich ist das Fleisch der Wurst wichtig (gerade in der heutigen Zeit;)).
Was jedoch noch wichtiger ist bei der Currywurst, ist die Sauce. Erst die tolle Sauce macht eine richtig gute Currywurst aus. Beim Coaching sind das analog dazu die Fragen, die entweder gestellt werden oder die man sich im Selbstcoaching selber stellt. Die Fragen machen den Unterschied zwischen einem guten und einem mittelmässigen und einem schlechten Coaching.
Und natürlich entscheidet jeder Mensch, der schon mal in einem Coaching-Prozess war, ob es sich qualitativ um ein gutes oder eher schlechtes Coaching handelte. So ist das nun einmal.
Wer in ein Coaching kommt möchte in aller Regel eine Lösung für sein(e) Problem(e). Das ist die Ausgangsbedingung. Oft geht es um Klarheit und Orientierung. Wie geht es weiter? Was soll ich tun? usw., usw.
Auch im Gelduniversum geht es häufig um Klarheit und Orientierung.
Wenn es stimmt, dass alles, was im Aussen geschieht nur ein Abbild unseres Innersten ist, dann gilt das auch für Geld. Keine Frage – so wäre es einfach innerhalb dieses Prinzips.
Natürlich sage ich als systemisch-konstruktivistisch denkender Coach und Supervisor: ” Es könnte auch alles ganz anders sein.”
Denn Wirkungen (zu wenig, Kunden, Geld, Aufträge usw.) können sich ganz unterschiedliche Ursachen suchen.
Doch hier in diesem Blogpost will ich mal von der Ursache ausgehen, dass mein Inneres Er-Leben, sich im Aussen direkt 1:1 spiegelt.
Warum sind die 5 A´s der Motivation nun wichtig?
Motivation ist ja generell ein bedeutendes Thema für uns alle, weil sie in einer hohen Skalierung, uns für bestimmte Themen brennen lässt und wir uns dann in Bewegung setzen. Movere = Bewegen
Das gilt auch im Gelduniversum und im Berufsleben. Die sind ja oft eng miteinander verknüpft.
Nehmen wir an, ich bin sehr stark daran interessiert sehr viel Geld in mein Leben zu holen (anzuziehen). So würde das wahrscheinlich niemand formulieren, aber sei es drum. Wir tun mal so als ob.
Welche 5 A´s der Motivation sollten nun beachtet werden, um sie möglichst hoch zu halten und um in Bewegung zu bleiben?
- Achtung
- Anerkennung
- Autonomie
- Aufgabe
- Aussichten
Wenn wir das nun aufs Geld-Universum übertragen sieht das folgendermassen aus. (Gilt natürlich auch für jedes andere Thema)
- Es ist günstig dem Geld Achtung entgegen zu bringen. Natürlich kommt Geld und geht auch wieder. Das ist nun einmal sein Prinzip. Und man kann auch kaum verhindern Geld zu bekommen. Und wahrscheinlich hat auch jeder von uns so viel wie er gerade braucht. Sollte es mehr sein, wäre es da. Und doch bin ich davon überzeugt, das ich dies mit Achtung positiv beeinflussen kann. Achtsamkeit ist sowieso ein ziemlich nützlicher Schlüssel für ein gut gelebtes Leben.
- Anerkennung. Das Geld möchte anerkannt werden. Es freut sich einfach, wenn wir ihm Dankbarkeit entgegen bringen und es nicht als Selbstläufer ansehen. (Ich bin mir in diesem Zusammenhang ziemlich sicher, dass Menschen, die viel Geld “haben” und zufrieden mit dem Leben und den Dingen sind, diese Dankbarkeit in ihren inneren unbewussten Dialogen immer wieder zum Ausdruck bringen). Und für all jene von uns, die nicht mit diesen inneren freudigen Dialogen unterwegs sind, gilt die Devise – mit welchen inneren bewusst formulierten Selbstgesprächen kann ich die Anerkennung im Gelduniversum zum Ausdruck bringen? Dafür braucht es Bewusstheit.
- Autonomie. Geld ist autonom. Es folgt bestimmten Gesetzmässigkeiten und ich tue mal so, als wenn Geld ahnt und spürt, ob ich persönlich diese Autonomie anerkenne und es im Gegenzug darauf reagiert, wenn ich mich nicht zu sehr in diesem Leben verbiege, um irgend etwas zu erreichen, was gar nicht meinem Lebensplan entspricht. Und dieser Modus ist ja gar nicht so selten.
- Aufgabe. Geld mag es in aller Regel, wenn ich mir eine Aufgabe zu eigen machen. Eine Aufgabe am besten, die mein Herz oder nennen wir es Seele berührt. Etwas als Aufgabe zu definieren in deren Folge es einen Schatz zu heben gilt. Das mag Geld nach meiner Erfahrung sehr. Dabei ist es unerheblich, ob es dabei um innere Persönlichkeitsentwicklung geht oder ob ich im Außen etwas tue. Zumeist geht dies auch Hand in Hand einher.
- Aussichten. Aussichten sind in meinem Denken die Effekte. Im NLP gibt es ein ziemlich nützliches Format, welches sich S.C.O.R.E nennt. Dabei steht das O für Outcome(Ziel) und das E für Effects. Das sind die Aussichten. Was geschieht nachdem ich das Ziel erreicht habe? Womit muss ich vielleicht oder sogar höchstwahrscheinlich fertig werden, wenn ich das und das erreicht habe? Geld prüft mich, so denke ich jedenfalls darüber, ob ich mir genug Gedanken über die Aussichten mache, wenn es verstärkt zu mir kommt.
Ich hatte einmal an der Börse (ich liebe sie, u.a. weil sie das 4. Geldgesetz repräsentiert) ein kleines Vermögen erworben. Dann dachte ich, das geht jetzt so weiter. Was jedoch geschah war das Gegenteil. Das kleine Vermögen reduzierte sich locker um die Hälfte, was
a) der Energie des Geldprinzips vollkommen entspricht (ganz entgegen unserem herkömmlichen Denken) und
b) was viel wichtiger ist – die Aussichten fehlten mir völlig. Ich hatte schlicht keine Effects. Ich hatte keine Aussichten mit was ich fertig werden muss, wenn das Ziel (O) erfüllt ist 500.000 Euro zu erhalten.
Darum sind die Aussichten als 5. Punkt der Motivation nicht nur für mich, sondern genauso für das Geld sehr wichtig.
Alle 5 A´s der Motivation zusammengenommen sind ein ziemlich nützliches und sehr brauchbares Konzept für ein Selbstcoaching für mehr Klarheit und Orientierung im Geld- und Berufsuniversum.
“Nenne dein Problem in einem Satz und mach was draus.”
ich wünsche Dir immer gute Motivation,
Christoph